Zu dritt standen wir im ehemaligen Chefsekretariat, inspizierten das Büromaterialfach und fanden doch tatsächliche noch eine Schachtel mit Gelrollern. Solchewelche, die so schön in der Hand liegen, so wunderbar weich schreiben und die wir, obwohl graduierte Büromaterial-bestellerinnen, nicht bestellen können.
Wir haben den Gelrollern jetzt mal Asyl in unseren eigenen Schreibtischschubladen gewährt. Da trocknen sie auch nicht so schnell aus und können der Firma noch dienlich sein.
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"Machen sie mir die wieder funktionsfähig", fleht Chef und weist leicht genervt auf seine Exceltabelle.
Ich kenn die Stelle in der Tabelle, ich weiß, da ist irgendein Bezug verlorengegangen. Doch wo ist die Stelle, wo man ihn wieder herstellen kann. Ich find sie nicht. Und statt der üblichen drei coolen Klicks und "schwupps geht wieder" bleibt mir nichts anderes übrig, als die Excelhilfe zu konsultieren.
Menno, das kratzt ganz schön an meinem Ego.
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Weiter unten überlegte ich ob ich den Faden wieder aufnehmen sollte und meinte damit, ob ich wieder mit Aikido anfangen sollte. Inzwischen habe ich beschlossen, das nicht mehr zu tun.
Ein Faden hat sich allerdings in meinen Alltag geschmuggelt. Er ist 380m lang, pastellfarben und wünscht mittels eines 2,5er Nadelspiels in ein paar Socken transformiert zu werden. Ich bin dabei diesen Wunsch zu erfüllen und stelle fest, dass die Angelegenheit auch eine durchaus meditative Seite hat.
Die Nadeln klappern leise, die Gedanken fließen und der Atem beruhigt sich.
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Ich kann das, ich schaff das, nichts wird mir zu viel. Wie sehr ich schon wieder in dieser Leistungsfalle sitze, wurde mir gestern bewußt. Als ich einige der Augenübungen nicht schaffte, wurde ich immer nervöser. Und nur ganz langsam sickerte die Erkenntnis durch, dass es hier nicht um richtig oder falsch, gut oder schlecht, schaffen oder versagen ging, dass keine Katasthrophe und kein Weltuntergang bevorsteht, nur weil der Daumen ums verrecken nicht doppelt erscheinen wollte.
Nur diese Erkenntnis hat mich noch nicht entspannt, da muss noch dran gearbeitet werden. Aber ich kann das, ich schaff das ....
oh schiiiiiiiiet .............
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Genial, einfach genial. Ohne Brille ging beim lesen und computern ja gar nichts mehr. Jetzt habe ich mir eine Rasterbrille zugelegt und siehe da, es funktioniert. Mit diesem Lochdings auf der Nase seh ich alles klar und deutlich. Nur mit dem Curser habe ich ein kleines Problem, der versteckt sich manchmal.
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Kollege K ist ein wenig umständlich. Mei, klagt die Kollegin, bis der sich endlich endschieden hatte... Wäre er ein Huhn, hätte er in der gleichen Zeit ein paar Eier gelegt.
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18 Arztbesuche pro Nase sagt die Statistik und die durchschnittliche Verweildauer, so hat man ermittelt, beträgt 8 Minuten. Das macht nach Adam Riese 2 Stunden und 24 Minuten.
Knapp 2,5 Stunden in einem Jahr verbringt der Deutsche also beim Arzt. Da ist doch nun wirklich nichts dran auzusetzen.
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